Ihre beste Versicherung - das Bankinstitut (Part 2)

Geschrieben am 9. April 2010 um 11.30 von Raimund Hirzer

Vor knapp einem Jahr habe ich mir schon über die Entwicklung der Geschäftsgebarung unserer Banken Gedanken gemacht. Unter dem Titel: "Ihre beste Versicherung - das Bankinstitut?" habe ich meinen Standpunkt und die damit verbundenen Befürchtungen dargelegt. In vielen Gesprächen der letzten 12 Monate wurden mir von Menschen (nicht nur Kollegen/innen und Kunden/innen) wahre Geschichten erzählt, die mir als Versicherungsmakler, die Haare zu Berge stehen (wer meine Frisur kennt, weiß was das bedeutet :-)) ließen.

Ein Beispiel von vielen: Eine Kundin teilt ihrem Bankberater mit, dass sie sich eine Mietkaufwohnung angeschafft hat und die Anzahlung (Grundanteilskosten etc.) in drei Raten an den Vermieter leisten will. Zuerst wurde ihr davon abgeraten und gleich ein Kredit verkauft. Zur Besicherung des Kredites war eine Er- und Ablebensversicherung notwendig und zur Abrundung wurde aus dem Wunsch der Kundin, ein Angebot für eine Haushaltsversicherung zu erhalten, gleich ein Vertrag gemacht. "Nur mal proforma!" teilte ihr der Bankmitarbeiter mit. Leider ist dies kein Einzelfall, ich könnte noch viele ähnlicher Begebenheiten kundtun. Wichtig ist mir auch festzustellen, dass es sicher auch viele Mitarbeiter von Banken gibt, die diese Praktiken nicht handhaben, sondern einen sehr guten Job machen.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen immer stärker gefragt wird. Und jeder der nicht den Mumm hat diesen Praktiken entschieden entgegenzutreten wird einfach "Sklave" des Systems.

Sklaverei ist der Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden, um Zugriff auf ihre Arbeitskraft zu erlangen. In vielen Sklaven haltenden Gesellschaften bildeten Sklavenarbeit und Sklavenhandel einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Sklaverei dient dort, wo sie eine Gesellschaftsstruktur bestimmt, meist der wirtschaftlichen Ausbeutung und Aufrechterhaltung einer Klassengesellschaft. Gesetze, die Sklaverei zulassen, bestehen heute in keinem Land der Erde mehr. (Quelle: Wikipedia)

Diese wirklich treffende Definition lasse ich einfach unkommentiert wirken. Es soll sich jeder seine Gedanken dazu machen. Oft mache ich mir aber meine Gedanken ob es sich wirklich lohnt hier als kundenorientierter, seriöser und zuverlässiger Dienstleister zu agieren. Wir, als Unternehmen, haben kein Millionenbudget um zur Prime Time unsere Suggestionen via Bildschirm auf die Zielgruppe loszulassen. Verfolgen Sie die Spots der Banken einmal bewusst. Von der sicheren ertragreichen Vermögensverwaltung zur besten Finanzierung und dann weiter als Ihre Versicherung und abschließend ist der Bankmitarbeiter ja auch noch ihr persönlicher Coach und passt auf Sie auf (dies macht uns der Spot einer großen österreichischen Bank klar).

Jetzt sind Sie gefordert: Sie haben ein Recht auf eigene Entscheidungen, unabhängige Beratung und persönliche Freiheit. Sie müssen aber die Courage haben dies auch einzufordern und zu leben. Reden Sie mit uns und überzeugen Sie sich.

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Österreichs Politiker streiten um private Sorge

Geschrieben am 10. November 2009 um 08.19 von Raimund Hirzer

Seit 2003 erfreut sich in Österreich die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge bei Banken, Versicherungen und den Bürgern sehr großer Beliebtheit. Wie beim Bausparen (das ist aber auch die einzige Parallele) gibt es bei diesem Produkt auf die jährliche Einzahlung eine staatliche Förderung (die Berechnungsformel für alle Interessierten: Bausparprämie [diese ist abhängig von der Sekundärmarktrendite und hat eine Untergrenze von 3% und als Obergrenze ist 8% festgelegt] zuzüglich 5,5 Prozentpunkte). Dazu gibt es vom Staat vorgegebene Bedingungen, unter anderem; Kapitalgarantie, Aktienquote von 40% usw.

Der Stein des Anstoß ist jetzt, dass im Finanzministerium diskutiert wird den Bürgern selbst wählen zu lassen. Künftig soll er selbstständig wählen können ob er eine staatlich geförderte Zukunftsvorsorge mit oder ohne Kapitalgarantie abschließen möchte. Über die Einführung dieser Wahlmöglichkeit ist nun ein heftiger Streit entbrannt (das ist zumindest der Kernpunkt). ÖGB und der Finanzsprecher der SPÖ sprechen sich gegen so eine Wahlmöglichkeit aus und auch der Präsident der Arbeiterkammer (AK), Herbert Tumpel, verstärkte die Kritik: „Wenn die Kapitalgarantie entfällt, wären die Sparer komplett der Willkür der Versicherungsgesellschaften ausgesetzt. Das ist einfach untragbar, die Kapitalgarantie muss unbedingt erhalten bleiben.“

Ich meine, man sollte die Kirche im Dorf lassen und dem Österreicher die Intelligenz zusprechen, dass er selber entscheiden kann, was er will. Zum anderen gibt es andere Regulationsmechanismen, damit die Ängste der Politiker nicht Wirklichkeit werden können. Zum Beispiel:
- Qualifikation und Pflichtenkatalog für alle Vermittler (Wenn, wie bisher, fast jeder volljährige Bürger von heute auf morgen Finanzberater werden kann. Wenn die Berater in Banken, bei Versicherungen den Umsatzzielen der Dienstgeber verpflichtet sind. Dann...)
- Die Höhe der Aktienquote soll nach Alter des Vertragsinhabers und der Laufzeit bzw. Restlaufzeit gestaffelt werden (Ablauf- und Risikomanagement)
- Regelmäßige, verpflichtendes Gespräch mit dem Vertragsinhaber (ähnlich der §57 Überprüfung für Kraftfahrzeuge, nach Vertragsbeginn in größeren Zeitabständen und zum Vertragsende hin jährlich)

Das würde Sinn machen und dem Österreicher weiterhin auch bei der privaten Altersvorsorge eine ausreichende Selbstständigkeit ermöglichen. Warum sollen immer wir, die Suppe auslöffeln, die uns andere einbrocken? Liebe Politiker und Verantwortliche, nehmt euer Ego zurück, verzichtet auf Wahlpropaganda (nach der Wahl ist gleichzeitig vor der Wahl, das heißt, es bleibt nie Zeit um ausschließlich für das Volk tätig zu sein) und handelt mit Hausverstand.

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Nach der Krise ist vor der Krise!?

Geschrieben am 30. Oktober 2009 um 16.14 von Raimund Hirzer

Einleitung in eigener Sache:
Sechs Monate Pause auf meinem Blog rund ums Geldbewusstsein! Die gute Seite an dieser Pause, dass es keine krankheitsbedingte Zwangspause war. Es war eine persönliche Sinn- und Motivationspause. Meine Erkenntnis im Mai, dass sich im weltweiten Finanz- und Bankensystem eigentlich nichts Wesentliches geändert hat, war ein Schock und eine Aufforderung in mich zu gehen. Diese meditative Phase hat fast sechs Monate angedauert. Die Ergebnisse in Form von Informationen, Erkenntnissen und Maßnahmen werde ich euch in diesem Blog mitteilen.

Nach der Krise ist vor der Krise!?
Eh klar, nach Weihnachten ist ja auch vor Weihnachten. Irgendwann wird sich schon wieder eine Blase bilden. Nein, so habe ich das nicht gemeint. Damit meine ich, es vermehren sich die Zeichen und Nachrichten massiv, dass das Niveau (und damit meine ich sicher nicht die Kurse) mit jenem von 2007 und davor gleich ist, genau gleich. Steigende Rohstoffpreise, Bonuszahlungen an Manager, enorme fremdfinanzierte Investments von institutionellen Anlegern, die Gier, neue chancenreiche und todsichere Investments, der Verzicht auf Nachhaltigkeit und Ethik u.v.m.

Auf den Punkt gebracht: Für den eigenen kurzfristigen Erfolg, werden gnadenlos die anderen zur Kasse (nicht nur finanziell) gebeten. Denn einmal bin "ich" ja schon das System mit einem Großschaden an die Wand gefahren, mir ist nichts passiert, bezahlt hat es die Kaskoversicherung (vulgo Gesellschaft/Steuerzahler/Kleinaktionär/Sparer u.s.w.) und die Trümmer räumt die Straßenverwaltung (Noten- und Zentralbanken, Staaten usw.) weg, die wiederum von uns allen finanziert wird.

Kommen wir von meiner subjektiven globalen Sichtweise in den Mikrokosmos nach Österreich. Hier wird wenigstens noch für Recht gesorgt. Der VKI und alle sonstigen weißen Ritter zerren jetzt die Schuldigen vor den Kadi. Nur sind die Schuldigen auch die Verursacher oder nur die Bauernopfer? Beispiel gefällig: Sammelklage Immofinanz/AWD - ich möchte hier nicht pauschalieren und masse mir auch nicht an über Schuld bzw. Unschuld zu richten. Ist nicht mein Job. Nur eines möchte ich sehr kritisch anmerken; der AWD hat rund 17% der im Streubesitz befindlichen Immofinanzaktien vermittelt, die österreichischen Banken rund 80%. Wer wird in der Öffentlichkeit als böser Bube hingestellt (und ich bin als Mitbewerber, wahrlich kein Freund und Verfechter der AWD-Ideologie)? Meiner Überzeugung nach nicht der Falsche sondern nur ein kleiner Teil der Verantwortlichen.

Seid ihr hier anderer Meinung?

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Geiz ist geil oder das Gesetz der Wirtschaftlichkeit

Geschrieben am 14. Mai 2009 um 16.56 von Raimund Hirzer

Der erste Teil des Titels wird ja von einem Handelsunternehmen über die Werbung in unser Unterbewusstsein gebrannt. Gemeinsam mit der Schnäppchenjagd und den aktuellen Einsparungsmotiven, hervorgerufen durch die aktuelle wirtschaftliche Lage, geht es in die Richtung "beste Qualität zu billigsten Preisen". Dagegen spricht das Gesetz der Wirtschaftlichkeit, denn dieses lässt es nicht zu dass ein Produkt (auch eine Dienstleistung) mit sehr hohem Qualitätsstandard zu billigen Preisen verkauft wird! Dagegen spricht auch dass nur eine Win-Win Situation es allen Beteiligten erlaubt nachhaltig und umweltverträglich zu produzieren, zu leisten, zu verbrauchen und zu genießen.

Ich betrachte diese Situationen ganz trivial und komme schon zu dem Ergebnis, dass wir ohne angemessene Wertschätzung (in welcher Form auch immer) für die Leistungen anderer nicht nur unmoralisch handeln, nein, wir müssen dann auch akzeptieren unsere Leistung zu einem "Schnäppchen" verkommen zu lassen.

Dieses "Alles ist möglich" und "Nichts ist was wert" Getue hat uns meiner Meinung nach die aktuelle wirtschaftliche Situation beschert. In der Freizeit murren, wenn ich an der Supermarktkasse warten muss ("die soll doch schneller greifen oder sie müssen halt mehr Personal anstellen") und im Job Bonifikationen und hohe Gehälter dafür kassieren, dass ich Personal spare und/oder die Unternehmensressourcen kurzfristig verheize. Alles hat zwei Seiten, und wenn keine Kongruenz zwischen diesen beiden Seiten vorhanden ist, dann kann das System (die Welt in der wir leben) nicht funktionieren. Und diese Erfahrung machen wir JETZT.

Nur haben wir bereits die Reife um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nicht nur die Volksvertreter und Vorstände sind dazu aufgefordert, nachhaltige und langfristige Maßnahme in die Wege zu leiten. Nein, jeder ist dazu aufgefordert. Denn wie sagt ein altes chinesisches Sprichwort:

Wenn jeder im eigenen Haus und vor seiner eigenen Haustüre kehrt, dann ist die ganze Welt sauber!

Wenn ich den Leistungen, den Waren und im speziellen den Menschen die nötige Wertschätzung entgegenbringe dann leiste ich meinen Teil für ein lebenswertes Miteinander. Wie hat der Zukunftsforscher Matthias Horx in einem Interview gesagt:

Die Art und Weise, wie wir unsere Sozialsystem organisieren, wie wir die Kooperation zwischen den Menschen verbessern, ist viel entscheidender als die Tonnage der Güter, die wir produzieren.

Wertschätzung ist geil, denn was anderes lässt das Gesetz der Wirtschaftlichkeit und auch der gesunde Hausverstand nicht zu, oder?

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Wohlstand beginnt im eigenen Kopf und nicht bei der Suche nach dem Wunderinvestment

Geschrieben am 6. Mai 2009 um 17.35 von Raimund Hirzer

Seit zwanzig Jahren (und unbewusst sogar seitdem ich festgestellt habe, dass ich für eine Tafel Schokolade beim Bäcker als Tauschmittel Geld haben muss) beschäftige ich mich mit finanzieller Sicherheit und Unabhängigkeit, ganzheitlich. Mit ganzheitlich meine ich, dass zwischen Beruf und Freizeit keine Trennung besteht. Vieles haben mir Trainer, Experten und Kollegen mitgegeben. Vieles habe ich mir autodidakt angeeignet.

Für euch habe ich zwei meiner wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst.
- Aller Wohlstand beginnt im eigenen Kopf; die Geschichte (Gedanken, Gefühle, Vorstellungen usw.) die ich erzähle ist die Grundlage meines Lebens. Erzähle Sie so wie du dein Leben haben möchtest. Richte deine Aufmerksamkeit auf das was du haben, sein und tun möchtest. Wenn du nur die Fähigkeit nutzt die Dinge so zu sehen wie sie sind, dann können sich die Dinge nicht verbessern. Du musst einen Weg finden optimistisch nach vorne zu schauen, damit deine gegenwärtige Erfahrung sich verbessert.
- Mangeldenken lässt sich nicht durch körperliches Handeln ausgleichen. Denke ich das eh alles danebengeht, die Krise mir keine Chance lässt und ich mich ärgere wie Banken und andere Institutionen Milliarden "verbrennen". Ja dann werden mich vierzehn Stunden Tage nicht zum Erfolg führen. Dann werde ich mein Geld zum falschen Zeitpunkt ins falsche Produkt investieren oder verkaufen. Dann treffe ich sicher die richtigen Entscheidungen um meine Gedanken real werden zu lassen. Denn Gleiches zieht Gleiches an.

Betrachte unter diesen Erkenntnissen folgende Schlagzeilen/Wörter:
"Kampf um Wohlstand - besteuert die Reichen!"
"Wirtschaftsprognosen für die nächsten Jahre - einfach ausgedrückt: düster"
"Unsere Stärke; die kostenlose Beratung."
"Gehaltsverzicht, Krise, Sparmaßnahmen, Proteste usw."

Das alles erzeugt Mangel. Mangel in einer Welt wo Fülle vorhanden ist. Mangel in einer Zeit, in der es uns allen so geht wie noch nie und die allgemeine Zufriedenheit stetig zurückgeht. Mangel an Glück, Zufriedenheit, Wohlbefinden und Wohlstand.

Betrachte unter diesen Erkenntnissen folgenden (fiktiven!?) Sachverhalt: "Jetzt habe ich mir ein paar tausend Euros hart erspart. Nur auf der Bank krieg ich keine gescheiten Zinsen und so frisst mir die Inflation wieder alles weg. Aktien sind für mich nichts, weil da gewinnen eh nur die Reichen und wir alle müssen das bezahlen. Außerdem soll das Geld jederzeit verfügbar sein, denn mein Auto ist auch nicht mehr das Jüngste. Gott sei Dank, gibt es da meinen Bekannten der jetzt Vermögensberater ist und nicht mehr in der Werkstatt steht. Der hat eine sichere Immobiliensparform. Wie hat er gesagt: Grundbuch statt Sparbuch. Da kann ich mir in ein paar Monaten dann ein größeres Auto kaufen. Hoffentlich habe ich Glück, aber mein Bekannter meint, da kann nix passieren..."

Wie wird es weitergehen? Wer ist für euren Wohlstand verantwortlich?

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Schweingrippe, Aktienkurse und das Geschäft mit der Angst

Geschrieben am 29. April 2009 um 17.27 von Raimund Hirzer

Warnhinweis in eigener Sache: Mein Blogbeitrag ersetzt keinesfalls den Arztbesuch wenn man (und auch Frau) sich unwohl oder krank fühlt und soll auch keinesfalls die Gefahr einer Erkrankung verharmlosen. Details zur Schweineinfluenza sind hier nachzulesen.

Ich möchte jedoch darauf hinweisen dass die Nachfrage nach dem Arzneistoff Ozeltamivir durch die Angst vor einer Erkrankung an der Schweinegrippe enorm gestiegen ist. Dieser Arzneistoff findet sich unter anderem in dem Präparat Tamiflu. Dieses Präparat ist mir noch aus der Zeit der Vogelgrippe (im Jahr 2005) bekannt, wo sich die Apotheken und Ärzte mit riesigen Mengen eingedeckt haben.

Man muss auch wissen, dass bei Nichtverkauf diese Ware an den Großhandel zurückgegeben werden kann und dieser dann die "bittere Pille" schlucken muss. Rechtzeitig vor Ablauf und Vernichtung sucht wird nun wieder die Welt mit Angst und Sorgen vor der Schweineinfluenza beglückt. Die Medien wissen natürlich genau dass Unterhaltung besser ankommt als die nackten Fakten und präsentieren uns die Storys gehirngerecht. Hier muss sich aber jeder seine eigene Meinung bilden.

Damit ich die Kurve zur Finanzdienstleistung doch noch kratze, war es für mich nahe liegend den Aktienkurs der Roche Holding AG zu betrachten. Roche ist der Hersteller dieses Präparats und konnte am 27. April (erster Börsentag nach den Meldungen in den Medien) ein sattes Plus von bis zu zwanzig Prozent generieren. Gratulation an alle die hier satte Gewinne einstreifen konnten.

Die aktuellen Ereignisse sind wieder ein Indiz dafür, dass die Geschäfte mit der Angst noch florieren und für mich stellt sich die Frage mit welchen Storys werden wir künftig beglückt. Was meint ihr?

Gott sei Dank, gibt es auch kritische und einigermaßen objektive Berichterstattungen. Hier ein Beispiel, dass ich in der Kleinen Zeitung gefunden habe:
Erste Zweifel an der Gefährlichkeit der Schweinegrippe:
Angesichts nach unten korrigierter Todesfallzahlen aus Mexiko stellten Experten das Ausmaß der Bedrohung durch das Virus infrage. Zwischen Gelassenheit und Panik: Wie gefährlich ist das Virus? Foto: Reuters "Die Diagnose des A/H1N1-Virus ist schwierig und unter den mexikanischen Gesundheitsbedingungen nicht möglich", sagte der Mikrobiologe Alexander Kekule am Mittwoch "Spiegel Online" zufolge. Die nicht auf die Schweinegrippe zurückzuführenden Todesfälle bezeichnete der Professor der Universität Halle als "die ganz normalen Todesraten in einem Schwellenland". Nicht jeder, der an einer Lungenerkrankung sterbe, sei ein Epidemieopfer. Umgekehrt. Sigrun Smola, Direktorin des Instituts für Virologie in Homburg, sagte dem Nachrichtenportal zufolge, im Vergleich zum Vogelgrippe-Virus, "das eine hohe Virulenz, aber eine geringe Übertragungsrate von Mensch zu Mensch besaß, scheint es bei diesem neuen Virus eher umgekehrt zu sein".
"Weniger Opfer als bei normaler Influenza"
Mikrobiologe Kekulé, der auch Mitglied in der Schutzkommission des Bundesinnenministeriums ist und die Behörde bei Katastrophenfällen berät, mahnt zur Verhältnismäßigkeit. Von 2.500 Verdachtsfällen sei bisher die Rede. Die Dunkelziffer noch nicht erkannter Infektionen werde üblicherweise auf rund das Zehnfache geschätzt. Gehe man also von etwa 25.000 Ansteckungen und sieben Todesfällen aus, komme ein Toter auf 3.000 Infizierte. Das sei weniger als bei einer normalen Influenza. "Das neue Virus wäre damit also nicht sehr aggressiv", erläuterte der Professor. Keinen Grund zur Panik sehen auch Fachleute des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin: "Die Schweinegrippe ist deswegen gefährlich, weil sie von Mensch zu Mensch übertragen wird, sie hat teilweise die gleichen 'Baustoffe' wie die sogenannte saisonale Grippe. Aber die bekannten Medikamente wirken, und ein Impfstoff kann innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate entwickelt werden", sagte Gründungsdirektor Stefan Kaufmann. "Bei der Vogelgrippe hingegen fehlt noch immer der Infektionsweg von Mensch zu Mensch, trotzdem ist sie für Infizierte weitaus gefährlicher", fügte er hinzu.

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Ihre beste Versicherung - das Bankinstitut?

Geschrieben am 24. April 2009 um 08.00 von Raimund Hirzer

Als Versicherungsmakler sehe ich es natürlich aus subjektiver Sicht, wenn die Banken stärker in das Versicherungsgeschäft einsteigen. Als Gründe sehe ich zum einen den Kostendruck auf die teuren und teilweise unrentablen Filialen und zum anderen den Einbruch des Bankkerngeschäftes (Finanzierungen und Kapitalveranlagungen) in der aktuellen Finanzkrise.

In einer freien Marktwirtschaft kann natürlich jeder, unter Einhaltung der gesetzlichen und gewerberechtlichen Bestimmungen, in seinem gewählten Geschäfts- und Tätigkeitsfeld aktiv sein. Unterm Strich entscheidet der Kunde bei wem er kauft. Jedoch sollte eben dieser Kunde nicht hinters Licht geführt werden und wirklich offen informiert werden.

Ich befürchte einmal die Unabhängigkeit der Banken beim Versicherungsvertrieb, denn ich kann mir gut vorstellen, dass sie die Produkte jener Gesellschaften fördern, zu denen ein (finanzielles) Naheverhältnis besteht. Ein zweiter wesentlicher Punkt ist die Tatsache, dass Versicherungen ein "Verkäuferprodukt" und kein "Käuferprodukt sind. Das bedeutet, der Bankberater muss aktiv auf die Kunden zugehen und dies entspricht in vielen Fällen nicht seinen ursprünglichen Vorstellungen von der Arbeit bei der Bank. Inwieweit die Kunden am Schalter es für gut heißen, wenn sie bei einer Sparbuchbehebung gleich mit einer Risikoanalyse "beglückt" werden lasse ich auch offen.

Und schlussendlich stelle ich mir einen Bankmitarbeiter bei der Abwicklung von komplexen bzw. von den Versicherungsgesellschaften unzureichend begründeten abgelehnten Schäden vor.
Denn wie steht es auf der Homepage der Versicherungsmakler richtig:
Die österreichischen Versicherungsmakler sehen sich als selbständige, professionelle und unabhängige Experten rund um das Thema Versicherung. Selbständig, weil der Beruf des Versicherungsmaklers nur in Form eines Gewerbes und nicht unselbständig ausgeübt werden kann. Professionell, weil Zugangsvoraussetzung zu diesem Gewerbe eine kommissionelle staatliche Prüfung ist und Weiterbildung für uns eine Selbstverständlichkeit ist. Unabhängig, weil die Versicherungsmakler ohne Auftragsverhältnis zu einem Versicherungsunternehmen die Interessen des Versicherungskunden vertreten.
Der Beruf hat in Österreich seine Wurzeln in den komplexen Versicherungsbedürfnissen großer Unternehmen. 95 % der Industrie und fast 70 % der Gewerbebetriebe haben einen Versicherungsmakler. Auch Konsumenten nutzen seit Jahren die Vorteile, die sich aus der Beauftragung eines Versicherungsmaklers ergeben:
Bester Versicherungsschutz
Günstige Prämien
Professionelle Vertretung im Schadenfall
Das Berufsbild des Versicherungsmaklers ist Teil der österreichischen Rechtsordnung, die Rechte und Pflichten des Versicherungsmaklers sind im § 28 des Maklergesetzes festgeschrieben.

Um abschließend klarzustellen: ich möchte nicht die Banken verteufeln sondern bringe meine kritische Grundhaltung zu dieser Entwicklung da. Denn ich gehe auch nicht ins Fast Food Restaurant wenn ich von einem Dreihaubenkoch bekocht werden möchte. Wie seht ihr diese Entwicklung?

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FARO Service-Card - warum soll ich etwas für die Finanzberatung zahlen?

Geschrieben am 15. April 2009 um 09.32 von Raimund Hirzer

In meinem Artikel über die Wahl des richtigen Finanzberaters ging es bereits unter anderem um die Frage "Was ist eine Finanz- und Versicherungsdienstleistung wert?" Zum einen ist das Geld in der heutigen Zeit ein wesentliches Thema und damit untrennbar verbunden ist die finanzielle Absicherung. Zum anderen ist die Dienstleistung rund um Versicherungen, Spar- und Anlageprodukte, Finanzierungen usw. in Österreich (fast) frei zugängig und durch das Provisionssystem eine unausgewogene und undurchsichtige Angelegenheit.

In allen anderen Bereichen der Dienstleistung, egal ob der Friseur, Rechtsanwalt, Zahnarzt und den noch Tausend anderen, geht der Dienstleistungsnehmer nicht davon aus, dass die Frisur, die Rechtsberatung, die Zahnregulierung usw. gratis ist. Auch die Finanz- und Versicherungsberatung ist nicht gratis sondern wird bei einem Vertragsabschluß, einer Vertragsvermittlung durch eine Provisionszahlung des Produktgebers bezahlt. Genau, nicht der Empfänger der Dienstleistung sondern ein Dritter zahlt diese. Warum soll ab jetzt ausgerechnet ich als Kunde für eine Leistung zahlen die bis dato für mich umsonst war? Und dieses Umsonst war wirklich oft umsonst, im wahrsten Sinn des Wortes.

Meiner Meinung nach kann eine kundenorientierte, kompetente, transparente und gewinnbringende Finanz- und Versicherungsdienstleistung nur dann Realität werden wenn folgende Regeln berücksichtigt werden:
* Kunde und Berater legen von Anfang an fest, was zu welchen Konditionen geliefert wird. So kann der Kunde entscheiden welche Leistungen er in seinen Warenkorb legen will. So kann der Kunde garantiert seine Leistungen beim Berater einfordern. So ist dem Kunden gewährleistet, dass der Berater ohne Umsatz- und Verkaufsdruck seine Leistungen erbringt.
* Flexibilität - der Berater ist stets bemüht den Kunden bestmöglich zu bedienen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Kunde sein nächstes "Finanz- und Versicherungspickerl" bei einer anderen "Werkstatt" macht. (Jetzt ist ja im Regelfall so, dass der Berater, der den Vertrag vermittelt hat die Provision, zumindest den Großteil erhalten hat und so die Motivation für eine weitere außergewöhnliche Dienstleistung schon geringer wird. Auf der anderen Seite ist es für einen möglichen neuen Berater natürlich wenig motivierend ohne bzw. mit wenig Provision dem Kunden langfristig diesen Vertrag zu servicieren. Das hat dann oft zur Folge, dass bestehende gute Verträge gekündigt und durch neue Verträge ersetzt werden).
* Die Herausforderung für die Produktlieferanten (Versicherungen, Banken, Bausparkassen, Kapitalanlagegesellschaften usw.) wird zur Win-Win Situation für alle Beteiligten. Der Kunde hat den Vorteil die besten (und nicht die mit der höchsten Provision) Verträge samt Bedingungen vermittelt zu erhalten. Der Berater hat den Vorteil für die Qualität seiner Dienstleistung und nicht für die Vermittlung von immer wieder neuen Verträgen bezahlt zu werden. Der Produktlieferant hat die Vorteile von weniger vorzeitigen Stornierungen, besseren Kalkulationen und einem fairen Wettbewerb.

Aus diesen Überlegungen heraus, bieten wir unseren Kunden die FARO Service-Card. Meine Überzeugung ist, dass dies ein erster Schritt in Richtung einer Finanzdienstleistung "zum Wohle aller" ist. Dies erfordert bei allen Beteiligten einen Umdenkungsprozess, bei dem ich die große Chance sehe, dass am Ende eine Win-Win Situation das Ergebnis ist. Natürlich kann weiterhin jeder die Möglichkeit der "kostenlosen" Finanzdienstleistung direkt bei der Bank, den Strukturvertrieblern und allen anderen Anbietern in Anspruch nehmen. Mann und Frau soll sich nur bewusst sein was und wie hoch der Preis für diese Art der Dienstleistung ist.

Jetzt habe ich meine persönliche Sichtweise, so hoffe ich doch, klar und deutlich dargelegt. Nur - wie ist dazu eure Meinung? Wie sieht die optimale Lösung für eure Finanz- und Versicherungsberatung aus?

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