Nach der Krise ist vor der Krise!?

Geschrieben am 30. Oktober 2009 um 16.14 von Raimund Hirzer

Einleitung in eigener Sache:
Sechs Monate Pause auf meinem Blog rund ums Geldbewusstsein! Die gute Seite an dieser Pause, dass es keine krankheitsbedingte Zwangspause war. Es war eine persönliche Sinn- und Motivationspause. Meine Erkenntnis im Mai, dass sich im weltweiten Finanz- und Bankensystem eigentlich nichts Wesentliches geändert hat, war ein Schock und eine Aufforderung in mich zu gehen. Diese meditative Phase hat fast sechs Monate angedauert. Die Ergebnisse in Form von Informationen, Erkenntnissen und Maßnahmen werde ich euch in diesem Blog mitteilen.

Nach der Krise ist vor der Krise!?
Eh klar, nach Weihnachten ist ja auch vor Weihnachten. Irgendwann wird sich schon wieder eine Blase bilden. Nein, so habe ich das nicht gemeint. Damit meine ich, es vermehren sich die Zeichen und Nachrichten massiv, dass das Niveau (und damit meine ich sicher nicht die Kurse) mit jenem von 2007 und davor gleich ist, genau gleich. Steigende Rohstoffpreise, Bonuszahlungen an Manager, enorme fremdfinanzierte Investments von institutionellen Anlegern, die Gier, neue chancenreiche und todsichere Investments, der Verzicht auf Nachhaltigkeit und Ethik u.v.m.

Auf den Punkt gebracht: Für den eigenen kurzfristigen Erfolg, werden gnadenlos die anderen zur Kasse (nicht nur finanziell) gebeten. Denn einmal bin "ich" ja schon das System mit einem Großschaden an die Wand gefahren, mir ist nichts passiert, bezahlt hat es die Kaskoversicherung (vulgo Gesellschaft/Steuerzahler/Kleinaktionär/Sparer u.s.w.) und die Trümmer räumt die Straßenverwaltung (Noten- und Zentralbanken, Staaten usw.) weg, die wiederum von uns allen finanziert wird.

Kommen wir von meiner subjektiven globalen Sichtweise in den Mikrokosmos nach Österreich. Hier wird wenigstens noch für Recht gesorgt. Der VKI und alle sonstigen weißen Ritter zerren jetzt die Schuldigen vor den Kadi. Nur sind die Schuldigen auch die Verursacher oder nur die Bauernopfer? Beispiel gefällig: Sammelklage Immofinanz/AWD - ich möchte hier nicht pauschalieren und masse mir auch nicht an über Schuld bzw. Unschuld zu richten. Ist nicht mein Job. Nur eines möchte ich sehr kritisch anmerken; der AWD hat rund 17% der im Streubesitz befindlichen Immofinanzaktien vermittelt, die österreichischen Banken rund 80%. Wer wird in der Öffentlichkeit als böser Bube hingestellt (und ich bin als Mitbewerber, wahrlich kein Freund und Verfechter der AWD-Ideologie)? Meiner Überzeugung nach nicht der Falsche sondern nur ein kleiner Teil der Verantwortlichen.

Seid ihr hier anderer Meinung?

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